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Liebe auf die erste Naht – Kindermode goes Erfurter Werkstätten

01.04.2019 CJD Erfurt « zur Übersicht

Wenn man durch die Gänge der Erfurter Werkstätten läuft, hört man neuerdings ein ungewöhnliches Geräusch. Denn in einem Arbeitsbereich surren nun auch Nähmaschinen. Dahinter steckt die neue Partnerschaft zwischen dem Erfurter Bio-Kindermode-Label MABONI und den Erfurter Werkstätten.

Modedesignerin Mone Luhn hatte einen Traum von einem eigenen Slow-Fashion-Label für Kindermode, den sie 2017 mit der Gründung von MABONI Realität werden ließ. Das Unternehmen steht für nachhaltige und mitwachsende Kinderkleidung aus Erfurt. Hier werden kleine, hochwertige Serien und liebevoll entworfene Designerstücke aus umweltfreundlichen Materialien gefertigt. Die anschmiegsamen Lieblingsteile sind dafür geschaffen, Kinder für längere Zeit zu begleiten. Verkauft wird die Kindermode im detailverliebt eingerichteten Laden auf der Krämerbrücke.

Mone Luhn hatte nach der Gründung von MABONI weitere Visionen, denn was wäre ein Slow-Fashion-Label ohne regionalen Bezug. Aus diesem Grund setzt die 38-jährige Schneidermeisterin bei der Fertigung der Kollektion auf kurze Wege, um die Umwelt zu schonen. Über Empfehlungen kam die Erfurterin zum CJD. Die Werkstattmitarbeiter unterstützen mit viel Elan und Liebe die Näharbeiten. Beispielsweise fertigen sie Schleifenbänder für Haarschmuck und Loops aus bunten, bio-zertifizierten Stoffen. Demnächst sollen auch Kindermützen für MABONI genäht werden, dafür laufen gerade die Probearbeiten.

„Wir sind total glücklich, dass es uns durch die Kooperation mit dem CJD gelungen ist, einen regionalen Partner zu finden“, erklärt Mone Luhn von MABONI. „Soziale Arbeitsbedingungen sind für unsere Produkte ein Muss. Die Erfurter Werkstätten können diese über ein sorgsames Qualitätsmanagement sicherstellen und nachvollziehbar machen.“

Die Zusammenarbeit zwischen MABONI und dem CJD hat selbstverständlich noch mehr Vorteile:

  • Die Transportwege sind kurz. Das Lager und das Ladengeschäft von MABONI sind ebenfalls in Erfurt. Kleinigkeiten können also auch mal mit dem Fahrrad transportiert werden.
  • Die Kommunikation findet auf persönlicher Ebene statt. Sollte einmal Gesprächsbedarf bestehen, lässt sich das persönlich und am Ort des Geschehens klären.
  • Vor allem neue Produkte können aufgrund der engen, lokalen Zusammenarbeit schneller in größeren Auflagen produziert werden.

Auch im CJD ist die Freude über die Kooperation mit MABONI groß. „Mir gefällt die Arbeit an der Nähmaschine und ich liebe die weichen, bunten Stoffe. Es ist eine schöne Abwechslung zu meiner Arbeit in der Montagegruppe“, schwärmt Werkstattmitarbeiter Helmut Helmschrodt. „Das Nähen ist ein tolles handwerkliches Angebot“, berichtet Produktionsleiter Reinhard Schorch. „Je nach Talent und Interesse können sich die Werkstattmitarbeiter bei den Auftragsarbeiten für MABONI einem neuen Aufgabengebiet widmen.“

MABONI-Mitarbeiterin Stefanie König schaut regelmäßig in den Erfurter Werkstätten vorbei. Dann gibt sie Schnitte und Stoffe ab und bespricht die Details zu den Näharbeiten. Vom Zuschnitt bis zur sauberen Naht werden alle Arbeitsgänge Schritt für Schritt erklärt und umgesetzt. Die Erfurter Werkstätten des CJD haben einen eigenen Qualitätsanspruch, der dem von MABONI in nichts nachsteht. So kann das Slow-Fashion-Label guten Gewissens die Näharbeiten weitergeben, die dessen Kunden weiterhin auf gewohnt sehr gutem Niveau glücklich machen sollen.

Wir freuen uns, Teil eines Kindermode-Labels zu sein, das einen Beitrag dazu leistet, Kindern eine Welt zu hinterlassen, die lebenswert ist.