Das CJD - Die Chancengeber CJD Erfurt


Sonderpädagogen arbeiten in vielen verschiedenen Branchen. In welchen Fachbereichen finden sie im CJD Erfurt ihre Berufung? Unsere Rubrik „Mein Job, dein Job“ gibt dazu Einblicke hinter die Kulissen. Eine von vielen Sonderpädagogen in unserem Unternehmen ist Marlen Reinhold, die den Familienunterstützenden Dienst (FUD) im CJD Erfurt leitet. Dieses Angebot richtet sich an Familien, die einfach ab und zu Zeit zum Auftanken brauchen und dann die vielfältigen Freizeit- und Bildungsangebote des FUD nutzen können. Die Teamleiterin des FUD, Marlen Reinhold, verrät, was ihren Job ausmacht.

Frau Reinhold, was muss ich mir unter dem Job „Teamleitung FUD“ vorstellen?

Ich organisiere und koordiniere alles für den Familienunterstützenden Dienst. Ich plane also Angebote, Einzelbegleitungen und erstelle die Einsatzplanung, d.h. welche Unterstützer für welche Aufgabe eingesetzt werden. Außerdem führe ich Beratungsgespräche mit den Familien. Dabei informiere ich über zustehende gesetzliche Leistungen und wandle diese in Angebote des FUD um.

Mit welchen 5 Schlagwörtern würden Sie Ihren Job beschreiben?

Organisation, Koordination, Beratung, Familienarbeit, Freizeitplanung

Sie haben den FUD von Anfang an aufgebaut, wie kam es zu dieser Chance?

Das CJD in Erfurt hatte beschlossen, einen Familienunterstützenden Dienst aufzubauen und eine interne Stellenausschreibung gestartet. Ich wollte diese Herausforderung gern annehmen und habe mich auf die neue Stelle beworben. Seit Anfang 2016 habe ich nun die schöne Aufgabe, zusammen mit meinem Team, Freiraum für Familien zu schaffen.

Welche Eigenschaften sind wichtig für Ihre tägliche Arbeit?

Am wichtigsten sind ein gutes Planungs- sowie Organisationsvermögen. Denn hier kann immer wieder kurzfristig etwas dazwischen kommen, zum Beispiel dass ein Unterstützer ausfällt. Dann muss schnell Ersatz organisiert werden. Es kann auch vorkommen, dass Eltern oder Angehörige plötzlich auftretende Fragen zu ihren Leistungen haben, die dann schnell beantwortet werden müssen. Deswegen muss das flexibel gestaltet werden.

Sehr wichtig ist auch eine gute Menschenkenntnis, da ich ehrenamtliche Helfer finden muss, die gut zu unserer Arbeit passen und auf die ich mich verlassen kann. Auch im Umgang mit den Eltern sind Empathie und Einfühlungsvermögen sehr von Vorteil.

Sind die Inhalte Ihres sonderpädagogischen Studiums überhaupt noch Thema in Ihrem jetzigen Job?


Teilweise schon. Wichtig sind die gesetzlichen Grundlagen, auf die ich im Studium vorbereitet wurde und über die ich mich stets auf den Laufenden halten muss. Auch die im Studium gelernten Gesprächsführungstechniken wende ich fast täglich an.

Wie sieht so ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Meistens fange ich 9 Uhr im Büro an und nutze die eher ruhige Vormittagszeit für die Planung und Organisation. Derzeit plane ich die Freizeitangebote für das nächste Jahr und bereite alles Organisatorische vor, da sich vieles in der Gesetzeslage ändert. Oder ich schaue, wann ich welche Unterstützer zur Verfügung habe und wie ich diese für Gruppenangebote oder Einzelbegleitungen einsetzen kann. Hin und wieder kommt dann noch ein Beratungsgespräch mit den Familienangehörigen dazu oder ich kläre anfallende Fragen mit den Familien oder manchmal auch mit der Pflegekasse.

Am frühen Nachmittag werden noch kleine Wege erledigt. Dabei kümmere ich mich um das, was in der Verwaltung oder den Erfurter Werkstätten anfällt. Am Nachmittag gehe ich dann in die Gruppenangebote oder auch mal in die Einzelbegleitung.

Am Anfang jedes Monats treffe ich mich immer mit meinen ehrenamtlichen Helfern, um die Leistungsnachweise umzutauschen für den aktuellen Monat und bespreche Fragen oder Probleme, die in ihren Aufgaben anfallen.

Gibt es Herausforderungen, mit denen Sie sich im Berufsalltag auseinandersetzen müssen?

Die Familienarbeit kann manchmal eine Herausforderung sein. So unterschiedlich wie die Menschen und die Familien sind, so unterschiedlich sind auch ihre Anliegen und Fragen, die ich versuche zu klären. Manchmal fällt auch ein Unterstützer sehr kurzfristig aus, dann muss ich schnell umplanen, Ersatz finden oder im ungünstigsten Fall einen neuen Termin organisieren.

Haben Sie als Teamleiterin einen typischen 9-to-5-Job?

Eher nicht. Ich unterstütze mein Team auch bei den einzelnen Angeboten. Ich selbst führe Einzelbegleitungen durch und gehe auch mit bei Gruppenangeboten am Nachmittag und am Wochenende. Außerdem führe ich die ambulante Verhinderungspflege selbst durch. Dadurch sind meine Arbeitszeiten sehr flexibel.

Was ist für Sie das Besondere an Ihrem Beruf?

Der Beruf ist sehr vielseitig und eigentlich sieht jeder Tag anders aus. Mal sitze ich viel im Büro und erledige dort meine Aufgaben, manchmal gibt es aber auch Tage, an denen ich ständig unterwegs bin. Ich treffe immer auf neue Menschen und bin stets auf der Suche nach neuen Freizeitangeboten und spannenden Aktivtäten und man lernt dabei so viel Neues kennen.

24.08.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum Familienunterstützenden Dienst des CJD Erfurt.