Das CJD - Die Chancengeber CJD Erfurt

Nie aufgeben, immer weiterkämpfen

19.11.2015 CJD Erfurt « zur Übersicht


Starke Frauen im Portrait

Am Montagabend fand eine besondere Filmpremiere im Raum der Stille des CJD Erfurt statt. Der Thüringer Inklusionsmonitor (T.I.Mo) lud zur Premiere des Dokumentarfilms „Nie aufgeben, immer weiterkämpfen“. Die ganze Veranstaltung war barrierefrei geplant und so waren auch zwei Gebärdendolmetscher gekommen, um den Film zu gebärden.

Nach dem offiziellen Einlass gab es für die zahlreichen Interessierten die Möglichkeit, sich mit Kaffee und Kuchen zu stärken. Die Veranstaltung begann mit einer Vorstellung des CJD und seiner fünf Fachbereiche durch die Fachbereichsleiterin für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Angelika Weirich. Im Anschluss stellte Herr Hensch vom Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk einen neuen Inklusionskanal auf YouTube vor und zeigte den Anwesenden einen ersten Beispielfilm.

Dann folgte der Hauptfilm. Erzählt wurden die Geschichten von fünf Thüringer Frauen mit Behinderungserfahrungen. Dabei gaben sie spannende und ehrliche Einblicke in ihr ganz persönliches Leben und Erleben. Zwei der fünf Protagonistinnen aus dem Film waren Doreen Hadlich und Irmtraud Sieland.

Doreen Hadlich – die gelernte Zierpflanzengärtnerin – hat Depressionen und Angstzustände. Das Jugendamt erlaubte ihr nicht, ihre Tochter zu behalten. Heute arbeitet sie an einem Außenarbeitsplatz einer Werkstatt und fühlt sich dort nicht allzu wohl. Deshalb sucht sie nach neuen Perspektiven. Im Kunstzirkel der Lebenshilfe erarbeitet sie sich nebenbei kreativ Selbstbewusstsein und Freude. Sie sieht ihre Tochter regelmäßig und will stark für sie sein. Ihr Traum: eine Reise nach Sri Lanka.

Irmtraud Sieland setzt sich unermüdlich für Menschen ein, die wie sie taubblind sind. Dafür ist sie in einem Thüringer Verein für taubblinde Menschen aktiv. Sie und ihre Mitstreiter kämpfen für eine bessere Teilhabe und einen besseren Status der Taubblinden. Unter anderem werden hier dringend gut ausgebildete Assistenten benötigt – aber die sind rar und teuer.

Ein gelungener Film, der zeigt, dass Aufgeben keine Option ist und für den es viel Beifall gab.

P.S.: Wer Lust hat den Film zu kaufen, kann sich an das Diakonische Bildungsinstitut Johannes Falk wenden.